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Das kleine Dorf am Westlichen Elbufer machte am 9.Juni 2013 von sich Schlagzeilen. In den vorangegangenen Tagen war durch starke Regenfälle die Elbe über alle bisherigen Pegelstände auf 838 cm angestiegen. Feuerwehren, Armee, freiwillige Helfer waren unermüdlich im Einsatz, um mit Sandsäcken und Bigpacks die Deiche zu stabilisieren. Diese waren inzwischen aber so aufgeweicht, das ein Teilstück an der Ortslage Fischbeck dem Wasserdruck nicht mehr standhielt. In kurzer Zeit fluteten die Wassemassen den kleinen Ort und weite Gebiete und Orte östlich und nördlich Fischbecks: z.B. Kabelitz, Wust, Schönhausen und Kammern. In dieser Zeit wurde unser Hotel zum Notquartier für viele betroffene Menschen, die uns ihre Erlebnisse schilderten.

So war eine Familie zusammen gekommen, um eine Hochzeit zu feiern. Da die Hochwassersituation immer bedrohlicher wurde, wurden Sandsäcke geschippt bis der Deich brach. Da mussten alle schnell weg und wurden im Hotel Sturm untergebracht. Das ging ein paar Tage gut, dann brach im Nachbargebäude ein Brand aus. Der Dachstuhl brannte lichterloh, so dass die Familie auch ihr Notquartier verlassen mussten und mitten in der Nacht bei uns eine Bleibe bekamen. Ein anderer Herr, der seinen Hund vermisste, war sehr froh, als er erfuhr, dass dieser sich auf das Schuppendach gerettet hatte und von Soldaten mit Futter versorgt worden war.

Heute gibt es an der Deichbruchstelle einen Aussichtspunkt und Gedenkstätte.