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Der kleine Ort Hämerten liegt 6 km nödlich von hier in Richtung Arneburg. Hier trifft zu: klein aber fein. Über den Elberadweg kann man ihn mit dem Fahrrad oder zu Fuß gut erreichen. Am Ortseingang liegt idyllisch ein Rastplatz mit herrlichem Blick über die Elbwiesen. Im schön gepflegten Dorf mit zahlreichen Dreiseitgehöften gibt es gut erhaltene und liebevoll restaurierte Bauernhäuser mit großer Tordurchfahrt und Altenteil. In der Dorfmitte steht ein Obelisk an der Straße, der 2007 wieder an der ehemaligen Poststr. von Magbeburg - Havelberg - Hamburgaufgestellt wurde. Gegenüber steht ein Wegweiser für alle möglichen Wanderwege, die diesen Ort kreuzen: der Elberadweg, der Altmarkrundkurs, der Reiterweg, die Brunnentour, und ein Sagenrundkurs durch die Altmark. Hier erfährt der Interessierte auch auch, wie Hämerten zu seinem Namen kam. Ein paar Schritte weiter befindet sich die verkehrte romanische Feldsteinkirche, bei der der achteckige Kirchturm an der Ostseite des Kirchenschiffs angebaut wurde. In der Altmark gibt es nur 7 verkehrte Kirchen.

Am Ort vorbei führt die Eisenbahnstrecke Hannover- Berlin, die 1871 eingeweiht wurde. Damals erhielt Hämerten ein wunderschönes Bahnhofsgebäude aus rotem Klinkerstein. Noch heute gibt es auch das Toilettenhäuschen und eine große Verladerampe am Abstellgleis. Auch die hölzerne Gepäckablage steht noch unter dem großen Schleppdach am Bahnsteig und erinnert an die längst vergangene Blütezeit vor 100 Jahren, als hier Zuckerrüben für die Meyerschen Werke verladen wurden. Heute ist der Bahnhof vergessen, die Fenster und Türen vernagelt, das Abstellgleis überwuchert. Die Szenerie erinnert an den Westernfilm: "Spiel mir das Lied vom Tod", wenn der Wind über die weite angrenzende Wiese fegt. Doch tatsächlich, ab und zu hält selbst hier "In the Middle of nüscht" ein Zug.